In meiner Schublade

Die folgende kleine Geschichte liegt schon seit Jahren in meiner Schublade. Ich hatte sie, eingerollt und mit einem schönen Band versehen, als “give away”-Geschenk bei einem Workshop im Rahmen einer Konferenz erhalten, zusammen mit einem kleinen Organza-Beutel voller Bohnen.

Vielleicht gefällt Dir die Geschichte so wie mir und magst sie an einen lieben Menschen verschenken?

Der Bauer und die Glücksbohnen

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.
 
Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Glücksbohnen in seiner rechten Hosentasche. Bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine einzige Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Fragen zum Nachdenken

Oft sind es die kleinen Momente und Begebenheiten, die uns bereichern können, vorausgesetzt, wir sind offen und empfänglich dafür. So, wie sich der Bauer bei der Geschichte über die unterschiedlichen Begebenheiten freuen kann.

  • Worüber hast Du Dich heute gefreut?
  • Wofür bist Du heute dankbar?
  • Was war heute gut?

Und vielleicht hast Du ja Lust, die Glückbohnen-Idee für Dich umzusetzen? Warum nicht?

Photo by Milada Vigerova on Unsplash

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