Notizbuch

„Eine Antwort von Nelson Mandela lässt den Rennfahrer bis heute nicht los.“

Als ich über die aktuellen Meldungen des Tages scrollte, stolperte ich über diesen Satz, er ließ mich neugierig werden und ich klickte weiter. Welche Antwort von Nelson Mandela hat den Rennfahrer Lewis Hamilton nicht losgelassen? Die Antwort finde ich weiter unten im Interview:

„Ich [Lewis Hamilton, Anm. A. Liebs-Sch.] habe einmal Nelson Mandela getroffen, der mir bei dieser Gelegenheit sagte, dass er immer noch dazulernt. Ich war erstaunt, denn er war immerhin schon 90 Jahre alt. Er lächelte nur und sagte: „Ja, ich lerne noch. Jeden Tag.“ Mich [Lewis Hamilton, Anm. A. Liebs-Sch.] hat diese Antwort bis heute nicht in Ruhe gelassen.“

Wenn wir „Lernen“ hören, denken wir vielleicht spontan an die Schulzeit, oder an das Studium, vielleicht noch an Fortbildungen, vielleicht an Prüfungen, Bewertungen, an „richtig/falsch“-Kategorien…. – Vielleicht haben Sie sich spontan auch gefragt: „Welche Assoziationen verbinde ich mit ‚Lernen‘?“

Dass Lernen auch ganz anders aufgefasst werden kann, zeigt sich in Nelson Mandela’s Antwort. Ein Lernen wie wir es als kleinere Kinder einmal konnten: Voller Neugier, Staunen und Begeisterung das Neue entdecken. Und das Neue zeigt sich überall und jederzeit – im Kleinen wie im Großen. Durch Beobachten und (sich) Fragen stellen. Mit „Entdeckerfreude und Gestaltungslust“ wie der Hirnforscher Gerald Hüther schreibt – denn mit Begeisterung können wir auch von den Nebeneffekten profitieren – dem „Doping für Geist und Hirn.“

Was sagt Lewis Hamilton im nächsten Satz auf diese Antwort von Nelson Mandela: „Ohne diese Einstellung wäre das Leben wohl tatsächlich sehr langweilig.“ – Und das wäre doch schade, oder?

 Weitere Informationen

Artikel: „Ich fahre so, als würde es um mein Leben gehen.“. Die Welt online vom 7. Juni 2015
Artikel: Begeisterung ist Doping von Geist und Hirn., Gerald Hüther
Bild: „Nelson Mandela-2008 (edit)“ von South Africa The Good News (über Wikipedia, Stand: 7. Juli 2015)

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